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Faustregeln f¸r die Indikation bildgebender Verfahren:

Gehirn:
Hier ist grunds‰tzlich die Kernspintomographie das aussagekr‰ftigere Verfahren.
 Bei der Frage nach intracraniellen Blutungen ist allerdings die CT besser geeignet. Auch klaustrophobe und bewegungsunruhige Patienten sollten eher eine CT bekommen.placeholder

R¸ckenmark, Spinalkanal:
Grunds‰tzlich ist hier die Kernspintomographie das geeignetste Verfahren, da sie in einer Untersuchung gleichzeitig mehrere Ansichten der Wirbels‰ule ermˆglicht, und einen grˆfleren Abschnitt der Wirbels‰ule darstellen kann. Im Bereich der LWS sind jedoch CT und Kernspintomographie in ihrer Aussagekraft weitgehend gleichwertig.

HNO:
Bei V.a. Sinusitis ist die Basisuntersuchung die konventionelle Rˆntgenaufnahme, die jedoch zunehmend von der weiterf¸hrenden CT gefolgt wird.. Diese kann im coronaren Strahlengang optimal die knˆchernen Strukturen darstellen, wodurch zus‰tzlich Mukozelen oder tumorˆse Ver‰nderungen gut beurteilbar sind. Bei Tumorverdacht im Oro - und Nasopharynx ist die Kernspintomographie zus‰tzlich zur direkten Inspektion eindeutig das beste Verfahren. Im Bereich des Hypopharynx sollte wegen der Schluckartefakte insbesondere bei inkooperativen Patienten eher eine CT durchgef¸hrt werden.

Lymphknoten im Bereich des Halses:
Sie sind sowohl mit der Sonographie als auch mit der CT oder der MR gut darstellbar.

Thorax:
placeholder1 Hier sind die konventionelle Rˆntgenaufnahme und weiterf¸hrend die CT die besten bildgebenden Verfahren. Die Kernspintomographie ist f¸r Lungenprozesse derzeit noch ungeeignet. Als Vorrsorgeuntersuchung zum Ausschlufl eines Lungentumors bietet sich neu die Niedrigdosis-Spiral-CT an. Hier kˆnnen schon sehr kleine Tumoren nachgewiesen werden, die in der konventionellen Rˆntgenaufnahme noch nicht sichtbar sind.

Die Darstellung des Mediastinums ist sowohl mit der CT als auch mit der MR mit gleich hoher Aussagekraft mˆglich.

Abdomen:
Hier sollte die Sonographie vor jeder weitergehenden Diagnostik stehen. Magen, D¸nndarm und Colon sind gut mit Doppelkontrasttechnik beurteilbar. Bei unklaren Befunden bietet sich dann zur weiterf¸hrenden Diagnostik eine Spiral-CT an, die das gesamte Abdomen vom Zwerchfell bis ins kleine Becken in wenigen Sekunden artefaktfrei darstellen kann. Bei gezielter Fragestellung (z.B. Rundherd in der Leber, V.a. Nierentumor) kann die Kernspintomographie weitere Aussagen ermˆglichen.

Mamma:
An erster Stelle der Bilddiagnostik steht unver‰ndert die konventionelle Mammographie. Nur sie ist in der Lage, die malignomverd‰chtigen Mikroverkalkungen darzustellen.

Die erg‰nzende Sonographie der Mamma bei der Ca-Fr¸herkennung hat zunehmend Bedeutung gewonnen, kann aber, wie bereits erw‰hnt, wegen der schlechten Darstellbarkeit kleinster Verkalkungen die Mammographie nicht ersetzen. Als weiterf¸hrende Untersuchung gibt es dann die Kernspintomographie bei der man gut zwischen narbigen und tumorˆsen Ver‰nderungen der Brust unterscheiden kann.

Muskuloskeletales System:
Hier sollte ebenfalls vor jeder Untersuchung zun‰chst die konventionelle Rˆntgenaufnahme stehen. Weiterf¸hrend ist dann die Kernspintomographie das Verfahren der Wahl. Sollten sich hieraus noch Unklarheiten ergeben, kann weiterf¸hrend noch eine CT notwendig sein, die die knˆchernen Feinstrukturen sehr gut darstellen kann.
 
Grunds‰tzliche Hinweise zur Anwendung von Computertomographie (CT) und zur Kernspintomographie (MR):

Konventionelle Rˆntgenaufnahmen sind placeholder1unver‰ndert weiterhin zur Orientierung von jeder weiterf¸hrenden Diagnostik sinnvoll.

Die Kernspintomographie kann nur eingeschr‰nkt grˆflere Bereich abbilden, wie z.B. das gesamte Abdomen. Sie ist jedoch sehr gut geeignet bei der weiterf¸hrenden Diagnostik fokaler L‰sionen, wie z.B. Leber - oder Pankreastumoren.

In der Computertomographie kˆnnen geringe Bewegungen toleriert werden, da ein Untersuchungsdurchgang nur wenige Sekunden (ca. 10 - 20 sec) dauert. In der Kernspintomographie dagegen ist ein l‰ngeres, bewegungsfreies Liegen f¸r jeweils ca. 3- 4 Minuten notwendig. Die besten Ergebnisse zeigte die Kernspintomographie deshalb auch bei Untersuchungen in unbewegten Regionen (Gehirn, Gelenke, Spinalkanal). Im Bereich des Abdomens lassen sich mit der MR auch Untersuchungen im Atemstillstand durchf¸hren, dies erfordert jedoch eine gute Kooperationsf‰higkeit des Patienten, da er die Luft f¸r ca. 20 Sek. anhalten mufl.

In der Kernspintomographie liegt der Patient in der Regel mit dem ganzen Kˆper in einer ca. 60 cm weiten Rˆhre, was bei klaustrophobisch veranlagten Patienten Probleme bereiten kann. In der Computertomographie kommen klaustrophobische Beschwerden wegen der groflen Ger‰teˆffnung praktisch nicht vor. Die CT ist sehr gut in der Lage, grofle Volumina abzubilden (z.B. vom Hals bis zum Beckenboden).

Relative Kontraindikationen f¸r eine Kernspintomographie sind:

Herzschrittmacher, intracranielle Gef‰flclips und Insulinpumpen, sowie generell jedes implantierte elektronische Ger‰t. Gelenkprothesen sind dagegen kein Problem, nur in ihrer unmittelbaren Umgebung ist mit Bildartefakten zu rechnen.

Bei der Kernspintomographie wird kein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet, deshalb bestehen keine Probleme bei KM-Allergien und Schilddr¸sen¸berfunktionen.


Unser T‰tigkeitsspektrum umfaflt:placeholder1

Konventionelles Rˆntgen
incl. Phlebographie, Arthrographie, Speichelgang- und Fisteldarstellungen, konventionelle Tomographie

Mammographie
incl. Milchgangsdarstellungen, Pneumocystographie, ultraschallgezielte Feinnadelpunktionen

Nuklearmedizin
Szintigraphie der Schilddr¸se incl. Technicium-Uptake, Skelettsystem, Lunge (mit Perfusions- und Ventilationsdarstellung), Leber, galleableitendes System, Niere mit Funktionsszintigraphie, Herzmuskel (MiBi und 201-Thallium), Lymphgef‰fle, Speicheldr¸sen, Milz, Immunszintigraphie mit monoklonalen Antikˆrpern, Entz¸ndungsszintigraphie, statische und dynamische Perfusion des Gehirns sowie
Parkinson-Diagnostik. S‰mtliche Untersuchungen auch in SPECT-Technik.

Osteodensitometrie
mit Doppelphotonenabsorptionstechnik (DPX) oder computertomographisch (QCT)

Sonographie
Abdomen, Retroperitoneum, Schilddr¸se, Speicheldr¸sen, Lymphknoten, Schwangerschaftsdiagnostik, Brustdr¸se, m‰nnliche und weibliche Geschlechtsorgane, Bewegungsorgane, S‰uglingsh¸ften

Computertomographie
Mehrzeilen-Spiral-Ger‰t, neben allen Organen auch f¸r Angiographien des Thorax, des Abdomens und des Sch‰dels. Koronarkalkmessung als Vorsorgeuntersuchung

Kernspintomographie (Hochfeldger‰t und offenes Ger‰t)
alle Regionen

Interventionelle Radiologie
Feinnadelbiopsie mit Ultraschall, Durchleuchtung oder Rˆntgenzieltechnik in Mamma, Schilddr¸se, Lymphknoten, Weichteiltumor, Speicheldr¸se.
Stanzbiopsien mit CT oder Ultraschall im Abdomen, Retroperitoneum, Mamma.
Lumbale Sympathektomie mit CT bei chronisch-arterieller Verschluflkrankheit.
Infiltration der Facettengelenke bei chronischen Lumbalgien

Moderne Diagnostik mittels Kernspintomographie und Nuklearmedizin bei
Erkrankungen des Nervensystems
 
Schlaganfalldiagnostik 
Die Kernspinangiographie leitet sich als Technik aus der Kernspintomographie ab und
ist ein  bereits seit mehr als 15 Jahren erprobtes Verfahren um Blutgef‰fle des Gehirns
darzustellen. Mit einer besonderen Technik kann der Blutfluss in groflen Gef‰flen
gegen¸ber dem station‰ren Hirngewebe kontrastreich abgebildet  werden.
Auf den Abbildungen stellt sich ein Gef‰flbaum mit seinen Verzweigungen dar.
Verengungen einzelner Kopfgef‰fle geben dann Hinweise, ob eine Gef‰hrdung durch
einen drohenden Schlaganfall bestehen kann. F¸r die Untersuchung der Hirngef‰fle ist
nicht einmal eine Kontrastmittelgabe erforderlich.
 
Die Untersuchung der Halsgef‰fle, die das Blut aus der groflen Schlagader mit den
Hirngef‰flen auf beiden Seiten des Halses verbindet, ist eine Dom‰ne des Gef‰fl-
ultraschalls. Da die g‰ngigen Ultraschallsonden jedoch nur einen gut erreichbaren
Halsabschnitt beurteilen kˆnnen, ist in bestimmten F‰llen eine erg‰nzende Untersuchung
mit einer Kernspinangiographie der Halsgef‰fle erforderlich.
F¸r diese Untersuchung wird eine Kontrastmittelgabe benˆtigt.
 
Beide Untersuchungen benˆtigen eine reine Untersuchungszeit von ca. je 5-7 Minuten.
Die notwendige Nachberechnung und umfangreiche Computerauswertung erfordert noch
einmal ca.10 Minuten und wird entweder w‰hrend anderer Messungen oder im Anschluss
an die eigentliche Untersuchung durchgef¸hrt, wenn Sie das Ger‰t bereits wieder
verlassen haben.placeholder1
 
Leider kˆnnen  auch Verschl¸sse sehr kleiner Mikrogef‰fle zu Symptomen f¸hren, 
die einem Schlaganfall ‰hneln und deshalb grofle Besorgnis auslˆsen.
F¸r die Entdeckung von Fr¸hsch‰digungen der Hirnnervenzellen wurde die Diffusions-
gewichtete Kernspintomographie entwickelt, die mit einer zus‰tzlichen Messzeit von
2 Minuten bereits Hinweise geben kann, ob Zellsch‰digungen vorliegen, die durch eine
gezielte Therapie noch r¸ckg‰ngig gemacht werden kˆnnen. Auch hier ist eine
Nachbearbeitung der Messdaten erforderlich, die ca. 5-10 Minuten erfordert.
 
Gl¸cklicherweise bedeutet nicht jede Verengung eines Hals- oder Hirngef‰fles eine
Verminderung der Durchblutung des Gehirns. Vier Halsgef‰fle f¸hren dem Gehirn Blut zu.
Umgehungskreisl‰ufe kˆnnen sogar den Ausfall eines Gef‰fles durch Intensivierung des
Blutflusses in den verbleibenden Gef‰flen vollst‰ndig ausgleichen. Ob die Durchblutung
regional bereits deutlich gemindert ist kann f¸r einzelne Hirnbereiche durch die
MR-Perfusion untersucht und bewertet werden. Diese Messung benˆtigt eine
Kontrastmittelgabe und ca. 3 Minuten Messzeit mit sich anschlieflender Auswertezeit
von 5 – 10 Minuten.
 
Bestehen bereits Verengungen der Halsgef‰fle an verschiedenen Abschnitten,
so erweitern sich viele kleine Hirngef‰fle am Ende der jeweiligen Strombahn.
Dadurch wird es (‰hnlich wie beim elektrischen Strom) durch Verringerung des
Widerstands, dem Blutfluss leichter gemacht, in schlecht versorgte Hirnabschnitte zu
gelangen. Diese so genannte ÑReservekapazit‰t“ ist nat¸rlicherweise nicht unbegrenzt
verf¸gbar. Ist sie bis nahe an ihre Grenzen ausgeschˆpft steigt das Risiko, einen
Schlaganfall zu erleiden. Solange dies nicht passiert, ist jeder der Befunde der
Kernspinangiographie oder der o.g. Spezialverfahren ohne krankhaften Befund.
Hier bietet die Bestimmung der noch vorhandenen Reservekapazit‰t Erkenntnisse dar¸ber,
ob noch ein ausreichender Sicherheitsabstand in der Hirndurchblutung besteht.
F¸r diese Untersuchung wird ein radioaktiv markiertes Medikament intravenˆs
appliziert, das die Durchblutung in ihrem Gehirn messen kann. Die Untersuchung wird
zweimal durchgef¸hrt und erfolgt einmal ohne weitere Medikamentengabe und einmal nach
Verabreichung einer Tablette Diamox®. Dieses Medikament erweitert f¸r eine kurze Zeit
die Hirnblutgef‰fle auf den maximal mˆglichen Wert. Aus der Differenz beider Messungen
wird die Reservekapazit‰t ermittelt. Diese Untersuchung ist sehr aufwendig und wird an
zwei Untersuchungstagen etwa je 2 Stunden Aufenthalt in unserer Praxis erfordern.
 
Morbus Parkinson 
Symptome eines Morbus Parkinson werden am ehesten in der persˆnlichen Umgebung
bemerkt und f¸hren meist ¸ber den Hausarzt zu einem Spezialisten, dem neurologischen
Facharzt. Die Erkrankung betrifft einen bestimmten Bereich des Gehirns der f¸r die
Koordination von Willen und Bewegung zust‰ndig ist. Die Stˆrung beruht auf einer
Zellstoffwechselstˆrung, die die Abgabe eines Botenstoffs (Dopamin) von einer
Nervenzelle zur anderen erschwert. Diese Stˆrung kann rein funktionell sein oder auch
aufgrund von Zelluntergang z.B. aufgrund von Durchblutungsstˆrungen hervorgerufen
werdenplaceholder1.
 
Die Kernspintomographie kann nur Sch‰digungen am Gewebe aufzeigen, die aufgrund von
Durchblutungsstˆrungen zu kleinen Mikroinfarkten gef¸hrt haben. Ein neues Verfahren der
Nuklearmedizin ist aber auch in der Lage die funktionelle Stˆrung des Dopamin-
stoffwechsels als Auslˆser des Morbus Parkinson in der Fr¸hphase der Erkrankung
darstellen. F¸r diese Untersuchung wird ein radioaktiv markiertes Medikament
intravenˆs appliziert. Die Wartezeit bis zur Untersuchung betr‰gt danach ca. 2 Stunden,
an die sich noch einmal eine Messzeit bis zu 30 Minuten anschlieflt.
Die Auswertung schlieflt sich nach Abschluss der Untersuchung an und benˆtigt noch
einmal 30 Minuten Zeit.
 
Sinusvenenthrombose 
Diese Erkrankung weist nur unspezifische Symptome auf, ist aber bedrohlich und wird in
der Regel von einem Spezialisten, dem neurologischen Facharzt diagnostiziert.
Die Kernspinangiographie kann die meisten betroffenen Hirnvenen sicher darstellen und
den Verdacht ausschlieflen oder die rasche Durchf¸hrung der notwendigen Therapie
aufgrund des Befundes ermˆglichen.

 

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